Neueste Blogeinträge

Resteverwertung textiler Art - Opus Consutum / what to do with fabric scraps

Geschrieben in Sticken am 14.09.2016 von Eva-Maria

Wie ihr sicherlich bereits wisst, war Stoff im Mittelalter ein kostbares Gut. Die Produktion war mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden (siehe Blog-Serie zur Textilproduktion) und dementsprechend sorgsam wurde mit dem fertigen Stoffballen umgegangen:  Kleidung wurde möglichst sparsam zugeschnitten, bei Bedarf umgenäht und generell bis zum letzten Fetzen verwertet. Auch die Stoffreste, die beim Zuschnitt anfielen, fanden noch ihre Bestimmung. Jene, die zu klein waren, um noch zu etwas vernäht werden zu können aber qualitativ zu gut, um sie dem Lumpensammler zu übergeben, wurden gerne für OPUS...

wo wëberschiffelîn stân nit still - Textilproduktion im mittelalterlichen Tirol

Geschrieben in Alltag am 09.09.2016 von Eva-Maria

Die frühesten Nennungen von Textilhandwerkern in Tirol finden sich im 13. Jahrhundert in den Städten Bozen, Meran, Innsbruck, Brixen und Bruneck, da sich dort durch die entsprechende Nachfrage und durch die regelmäßig stattfindenden Märkte spezialisierte Gewerke entwickeln konnten. Das Herstellen von Textilien und Kleidung erfolgte hier oft durch Frauen in Heimarbeit, wie aus einem Steuerverzeichnis der Bamberger Eigenleute im Vinschgau von 1307 hervorgeht, in dem mehrere Weberinnen genannt sind. Zahlreiche Handwerker lassen sich auch in Bozen nachweisen: Die Stadt bildete mit den seit 1202 n...

Lebendige Stiche - Opus Anglicanum / learning "Englisch Work"

Geschrieben in Sticken am 06.09.2016 von Eva-Maria

Die kunstvollste Form der Stickerei war im Mittelalter das OPUS ANGLICANUM. Diese Technik der Nadelmalerei, die vor allem in England in der Zeit zwischen 1250 und 1350 zur Meisterschaft gebracht wurde, ist auch heute noch dermaßen faszinierend, dass ihr das Victoria & Albert Museum in London eine eigene Ausstellung widmet. "Opus Anglicanum: Masterpieces of English Medieval Embroidery" zeigt vom 01. Oktober 2016 bis 05. Februar 2017 die Highlights dieser Sticktechnik. Erstmals werden über 100 Exponate gemeinsam ausgestellt, die sonst über Museen in ganz Europa verstreut sind. Wer also zu dieser...

ein wüllîn röckelîn - Vom Schaf zum Wollstoff

Geschrieben in Alltag am 02.09.2016 von Eva-Maria

Schafzucht ist im Gebiet des heutigen Südtirol seit der jüngsten Steinzeit nachzuweisen. Die hochgelegenen und kargen Alpengebiete (in Südtirol liegen 40% des Landes über 2000 m) eigneten sich besonders für die Haltung von Schafen. Die größten Schafherden gab es im Pustertal, vor allem in der Gegend von Lienz und Sillian und im Tauferer Tal, während die feinste Wolle aus dem Schnalstal und den ladinischen Bezirken wie Abtei, Fassa und Buchenstein kam. Zusammen mit dem oberen Vinschgau und der Sterzinger Gegend zählte das Pustertal mit seinen Seitentälern früher zu den wichtigsten Schafzuchtge...

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