von vrouwen und von wîben

23.06. - 24.06.2018

Belebung im Museum Tiroler Bauernhöfe
mit speziellem Fokus auf die
Lebenswelten der Frauen im Spätmittelalter

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Neueste Blogeinträge

Mischwesen und Minnesang - Ziegelstich / creatures and courtly love - brick stitch

Geschrieben in Sticken am 27.10.2016 von Eva-Maria

Der Zauber der Almosenbeutel lässt mich nicht mehr los. Nach der Rekonstruktion eines Reliquienbeutels habe ich mein nächstes Stickprojekt begonnen. Dieses Mal wird ein Almosenbeutel nachgearbeitet, der im Met Museum (Accession Number: 27.48.3) ausgestellt ist. Reizvoll daran finde ich die beiden unterschiedlichen Motive: auf der einen Seite sind fantastische Mischwesen abgebildet, die zweite Seite zeigt eine höfische Minneszene unter einem Baum. Neben der relativ "schlampigen" Stickerei mit großen Ziegelstichen kommt auch Goldfaden großflächig auf dem 20 x 17 cm großen Beutel zum Einsatz. Das...

Krumme Krapfen - Leckeres in Hufeisenform / crooked crullers - fried horseshoes

Geschrieben in Kochkunst, Rezepte am 19.10.2016 von Eva-Maria

Eines der ersten Rezepte, das ich je auf einem Mittelalterlager kochte, waren wohl die "Krummen Krapfen". Sie sind einfach zu machen, schmecken gut und sehen ansprechend aus. Wo sonst gibt es ein Essen in Hufeisenform, wenn nicht im Mittelalter *grins*. Jedenfalls gehören sie noch immer zu meinen Lieblingsgerichten und so habe ich sie mir vor Kurzem mal wieder gegönnt - mit Weichsel- und Zwiebelsauce, wie es sich gehört.  One of the first medieval recipies I ever tried were the "crooked crullers", a fried pastry made of cheese, eggs and flour that's made to look like a horseshoe. It's still on...

Ein "herziger" Anhänger / a heart-shaped pendant

Geschrieben in Sticken am 11.10.2016 von Eva-Maria

Ich hatte mal wieder Lust, was Schnelles zu sticken. Da kam mir der kleine herzförmige Scherenanhänger von Anna Scott Embroidery gerade recht. Das Tutorial hat keine Fragen offen gelassen und das Herz machte dank der drei verwendeten Basisstiche (Kettenstich, Plattstich und Knötchenstich) richtig Spaß zu Sticken. Zwar habe ich etwas länger als die angekündigte "Embroidery Hour" gebraucht, bin dann aber mit einem Lächeln vom Arbeitstisch aufgestanden. Nun ziert der "herzige" Anhänger meine mittelalterliche Schere und kommt bei jenen Handwerksvorführungen zum Einsatz, die nicht 100% authentisch...

sô siht man die frouwen tragen ouch die gugel für gebant / medieval hoods and female wearers

Geschrieben in Kleidung am 07.10.2016 von Eva-Maria

Obwohl die Gugel zwischen 1335 und 1380 das modische Accessoire schlechthin in der Männermode darstellte, taucht sie im gleichen Zeitraum kaum in Abbildungen mit weiblichen Trägerinnen auf. Der österreichische Spruchdichter Heinrich der Teichner schrieb in einem seiner spöttischen Gedichte "sô siht man die frouwen tragen ouch die gugel für gebant" und beklagt, dass sich damit die Unterscheidung der Geschlechter verwischt. Also scheint die Gugel als Bestandteil der Frauenkleidung zumindest zeitweise Gebrauch gewesen zu sein, allerdings nicht als etabliertes weibliches Kleidungsstück.  Quelle: D...

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Interessensgemeinschaft "14. Jahrhundert"
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