von vrouwen und von wîben

23.06. - 24.06.2018

Belebung im Museum Tiroler Bauernhöfe
mit speziellem Fokus auf die
Lebenswelten der Frauen im Spätmittelalter

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Neueste Blogeinträge

wo wëberschiffelîn stân nit still - Textilproduktion im mittelalterlichen Tirol

Geschrieben in Alltag am 09.09.2016 von Eva-Maria

Die frühesten Nennungen von Textilhandwerkern in Tirol finden sich im 13. Jahrhundert in den Städten Bozen, Meran, Innsbruck, Brixen und Bruneck, da sich dort durch die entsprechende Nachfrage und durch die regelmäßig stattfindenden Märkte spezialisierte Gewerke entwickeln konnten. Das Herstellen von Textilien und Kleidung erfolgte hier oft durch Frauen in Heimarbeit, wie aus einem Steuerverzeichnis der Bamberger Eigenleute im Vinschgau von 1307 hervorgeht, in dem mehrere Weberinnen genannt sind. Zahlreiche Handwerker lassen sich auch in Bozen nachweisen: Die Stadt bildete mit den seit 1202 n...

Lebendige Stiche - Opus Anglicanum / learning "Englisch Work"

Geschrieben in Sticken am 06.09.2016 von Eva-Maria

Die kunstvollste Form der Stickerei war im Mittelalter das OPUS ANGLICANUM. Diese Technik der Nadelmalerei, die vor allem in England in der Zeit zwischen 1250 und 1350 zur Meisterschaft gebracht wurde, ist auch heute noch dermaßen faszinierend, dass ihr das Victoria & Albert Museum in London eine eigene Ausstellung widmet. "Opus Anglicanum: Masterpieces of English Medieval Embroidery" zeigt vom 01. Oktober 2016 bis 05. Februar 2017 die Highlights dieser Sticktechnik. Erstmals werden über 100 Exponate gemeinsam ausgestellt, die sonst über Museen in ganz Europa verstreut sind. Wer also zu dieser...

ein wüllîn röckelîn - Vom Schaf zum Wollstoff

Geschrieben in Alltag am 02.09.2016 von Eva-Maria

Schafzucht ist im Gebiet des heutigen Südtirol seit der jüngsten Steinzeit nachzuweisen. Die hochgelegenen und kargen Alpengebiete (in Südtirol liegen 40% des Landes über 2000 m) eigneten sich besonders für die Haltung von Schafen. Die größten Schafherden gab es im Pustertal, vor allem in der Gegend von Lienz und Sillian und im Tauferer Tal, während die feinste Wolle aus dem Schnalstal und den ladinischen Bezirken wie Abtei, Fassa und Buchenstein kam. Zusammen mit dem oberen Vinschgau und der Sterzinger Gegend zählte das Pustertal mit seinen Seitentälern früher zu den wichtigsten Schafzuchtge...

Auch Drachen geben Pfote / A well-behaved dragon

Geschrieben in Sticken am 30.08.2016 von Eva-Maria

Historische Sticktechniken eignen sich nicht nur für Rekonstruktionen von mittelalterlichen Originalen, sondern durchaus auch für moderne Projekte. Die derzeit so angesagten Tote Bags (zu deutsch: Einkaufsbeutel) erhalten dank gestickter Verzierung einen unverwechselbaren "Look". Die hier vorgestellte Tasche war ein Geschenk für meine vrouwen maere-Kollegin Hanna und kombiniert - richtig schön nerdig - historische Handarbeit mit einem Herr-der-Ringe-Zitat. Da lacht das Reenactor-Herz! Und sieht es nicht süß aus, wie der Drache sein Pfötchen gibt? Historic needlework techniques are not only us...

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