Neueste Blogeinträge

ein wüllîn röckelîn - Vom Schaf zum Wollstoff

Geschrieben in Alltag am 02.09.2016 von Eva-Maria

Schafzucht ist im Gebiet des heutigen Südtirol seit der jüngsten Steinzeit nachzuweisen. Die hochgelegenen und kargen Alpengebiete (in Südtirol liegen 40% des Landes über 2000 m) eigneten sich besonders für die Haltung von Schafen. Die größten Schafherden gab es im Pustertal, vor allem in der Gegend von Lienz und Sillian und im Tauferer Tal, während die feinste Wolle aus dem Schnalstal und den ladinischen Bezirken wie Abtei, Fassa und Buchenstein kam. Zusammen mit dem oberen Vinschgau und der Sterzinger Gegend zählte das Pustertal mit seinen Seitentälern früher zu den wichtigsten Schafzuchtge...

Auch Drachen geben Pfote / A well-behaved dragon

Geschrieben in Sticken am 30.08.2016 von Eva-Maria

Historische Sticktechniken eignen sich nicht nur für Rekonstruktionen von mittelalterlichen Originalen, sondern durchaus auch für moderne Projekte. Die derzeit so angesagten Tote Bags (zu deutsch: Einkaufsbeutel) erhalten dank gestickter Verzierung einen unverwechselbaren "Look". Die hier vorgestellte Tasche war ein Geschenk für meine vrouwen maere-Kollegin Hanna und kombiniert - richtig schön nerdig - historische Handarbeit mit einem Herr-der-Ringe-Zitat. Da lacht das Reenactor-Herz! Und sieht es nicht süß aus, wie der Drache sein Pfötchen gibt? Historic needlework techniques are not only us...

den har spinnen - Verarbeitung von Flachs zu Leinen

Geschrieben in Alltag am 22.08.2016 von Eva-Maria

In der bäuerlichen Hauswirtschaft gab es vornehmlich drei Faserlieferanten: das Schaf, den Flachs und den Hanf. Alle drei Rohstoffe wurden meist auf dem eigenen Hof produziert und dort versponnen und zu Tuch verarbeitet. Der Bauersfrau fiel im Rahmen der Textilherstellung nicht nur das Spinnen und Weben selbst zu, sondern der gesamte Herstellungsprozess von der Gewinnung der Rohstoffe bis zu den fertig hergestellten Kleidern lag in ihren Händen. Die so hergestellten Stoffe dienten einerseits als Zinsgut für den Grundherrn, andererseits als Handelsware für den städtischen Markt (und brachten d...

Ein Traum in Rosa / A study in pink

Geschrieben in Nähen am 12.08.2016 von Eva-Maria

Nach unzähligen Nadelstichen ist der rosa Surcot für den Sonntagsstaat meiner Stickerinnendarstellung nun endlich fertig. Gemäß den Bildquellen hat er weitere Ärmel, die leicht zurückgeschoben werden können, um die Hände zum Arbeiten frei zu haben (ein nicht unwesentlicher Punkt für eine Handwerkerin, auch wenn sonntags üblicherweise nicht gearbeitet wird). Das Kleid ist figurnah als Schlupfkleid ohne Verschluss gearbeitet, hat Beutelschlitze in den vorderen Seitennähten und Überbodenlänge. Der Auschnitt ist recht moderat, die Farbe dafür jedoch modisch. Es könnte um den Torso etwas enger sitz...

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