Neueste Blogeinträge

Tasseln aus dem Morgenland / Tassels from Turkey

Geschrieben in Sticken am 25.04.2016 von Eva-Maria

Die meisten denken bei Türkenbund ja an eine farbenprächtige europäische Lilie. Für mich als Stickerin gibt es dazu noch eine zweite Assoziation - die Verzierung von Tasseln an mittelalterlichen Almosen- & Reliquienbeuteln. So weisen eine Vielzahl der erhaltenen Exemplare eben jenen charakteristischen Knoten am Kopfende der Tassel auf, der als Türkischer Bund (engl. Turk's Head Knot) bezeichnet wird - auch der kleine Reliquienbeutel aus der Eglise Saint-Vincent in Soignies, Belgien, den ich aktuell rekonstruiere. Nachdem ich die benötigte Seidengimpe hergestellt hatte, konnte ich nun die Tasse...

Die Seiten schließen sich / adorning the sides

Geschrieben in Sticken am 19.04.2016 von Eva-Maria

Nun endlich nimmt der Beutel selbst Gestalt an. In den vergangenen Tagen habe ich die Seiten zusammengenäht und die erste Nahtverzierung angebracht. Jetzt erst wird mir bewusst, wie klein der fertige Reliquienbeutel wirklich ist. Hier ist eine Dokumentation der letzten Arbeitsschritte: The reliquary pouch continues to take shape. During the last days I sewed the sides together and applied the first decoration. Only now I realize how tiny the finished pouch really is. Here's the documentation of the latest working steps:  

Geduldsarbeit mit Gimpe / wrapping silk gimp by hand

Geschrieben in Sticken am 11.04.2016 von Eva-Maria

"Mühsam nährt sich das Eichhörnchen" heißt ein Spruch, dessen Wahrheitsgehalt ich nach diesem Wochenende bestätigen kann. Langsam und nur Stück für Stück bekomme ich die Einzelteile für meine Rekonstruktion eines Reliquienbeutels zusammen. Damit ich die Tasselverzierung mit einem Türkischen Bund (engl. Turk's Head Knot) machen kann, habe ich mich in der Herstellung von seidener Gimpe (engl. silk gimp) versucht. Wer jetzt nicht weiß, was er darunter zu verstehen hat - hier eine Erklärung: Die Gimpe gehört zu den Posamenten. Es handelt sich um eine feine Zierschnur, für die eine relativ minderwe...

so wil sein weib ein sloyr haben

Geschrieben in Kleidung am 07.04.2016 von Eva-Maria

Der Schleier war ein wesentlicher Bestandteil der Frauenkleidung des Mittelalters und ein Zeichen für eine verheiratete, ehrbare Frau. Ohne Kopfbedeckung wäre keine respektable Frau aus dem Haus gegangen. Ursprünglich aus religiösen Gründen getragen, wandelte sich der Schleier schnell zum modischen Accessoire, das im Laufe der Zeit einigen Wandel durchlief. So drückte die Kopftracht auch den sozialen Stand der Trägerin aus. Eine arbeitende Magd trug schon aus praktischen Gründen eine andere Art von Schleier als eine wohlsituierte Bürgerin oder adelige Dame, deren Kopfbedeckung zugleich auch St...

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