Neueste Blogeinträge

Da spuck ich Tinte und Galle

Geschrieben in Sticken am 26.02.2016 von Eva-Maria

"Die waren ja nicht blöd früher" hört man häufig auf Mittelaltermärkten, wenn es darum geht, ungenaue Rekonstruktionen oder moderne Einflüsse in der Darstellung zu entschuldigen. In meinem Fall dient der Satz aber dazu, zwei Punkte zu veranschaulichen, die mir im Rahmen eines kleinen Experimentes unterkamen: Die waren wirklich nicht blöd damals. Modern ist nicht immer besser. Aber worum geht es eigentlich? Als Stickerin benötige ich für die meisten Projekte eine Vorzeichnung auf dem Stoff. Da stellte sich mir die Frage, wie diese am besten auf selbigen kommt und auch, wie sie dann fixier...

Das Bauernjahr

Geschrieben in Alltag am 22.02.2016 von Eva-Maria

Nachdem ich mich in den vorhergehenden Blogposts mit der rechtlichen Stellung der Bauern und den landwirtschaftlichen Produkten beschäftigt habe, dreht sich dieser Artikel um die Tätigkeiten, die bei Erzeugung und Verarbeitung der bäuerlichen Güter in schöner Regelmäßigkeit anstanden. Teil 5: Arbeiten im Jahreskreis Der wiederkehrenden Zyklus der Jahreszeiten bestimmte die Feld- und Hausarbeiten, die im Laufe des Bauernjahres anfielen. Gerne waren diese Tätigkeiten auch Gegenstand von Monatsbildern, die in Gebetsbüchern und Freskenzyklen abgebildet wurden. Für den Alttiroler Raum besonders bed...

Hautkontakt mit Herjolfsnes

Geschrieben in Nähen am 15.02.2016 von Eva-Maria

Wie versprochen möchte ich euch mein Arbeiterinnenkleid vorstellen. Es basiert auf dem grönländischen Fund "No 39" aus Herjolfsnes, ist aber keine genaue Rekonstruktion. Die offensichtlichsten Unterschiede sind die langen Ärmel sowie die Ausschnittgestaltung, als kleinere Unterschiede habe ich keine Scheinnaht in der Seite verwendet sondern zwei Einzelteile zusammengenäht und auch die Art der Versäuberung an Ausschnitt und Saum weicht vom Fund ab. Passend ist jedoch die Webart - 2/2 Köper mit 10 Fäden/cm aus zwei naturbraunen ungefärbten Wollfäden, die in einigen Herjolfsnesfunden nachgewiese...

mit ir baider ærbait gewunnent sú spise und klait

Geschrieben in Alltag am 10.02.2016 von Eva-Maria

Nachdem ich mich in den vorhergehenden Blogposts mit der rechtlichen Stellung der europäischen wie Tiroler Bauern im Spätmittelalter und dem Erbrecht beschäftigt habe, wende ich mich nun existentielleren Dingen zu - nämlich der Landwirtschaft selbst. Die Lebensgrundlage der Bauern war ja das Land, von und auf dem sie lebten und das sie zum Unterhalt ihrer Familien wie ihres Grundherren bewirtschafteten. Teil 4: Nur wer arbeitet, kann auch essen  Die bäuerliche Wirtschaftsweise des Mittelalters war primär Subsistenzwirtschaft, sie diente also vorrangig der Selbstversorgung. Alle der Hausgemeins...

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Interessensgemeinschaft "14. Jahrhundert"
in Österreich