Neueste Blogeinträge

Sticken nach mittelalterlichen Mustern / authentic medieval embroidery patterns

Geschrieben in Links am 26.09.2016 von Eva-Maria

Wer auf der Suche nach authentischen mittelalterlichen Stickmustern ist, für den hat die digitale Welt des Internets einiges zu bieten. Ob bebilderte Online-Datenbanken von Museumsbeständen, Fotoarchive von erhaltenen historischen Stickereien oder die detaillierte Musterbeschreibung eines Originals - in den Weiten des WWW ist einiges zu finden, was das Sticker-Herz begehrt. Gerne teile ich mit euch meine Link-Sammlung zum Thema "Sticken nach mittelalterlichen Mustern". If you're searching for authentic medieval embroidery patterns, the internet is full of digital wonders. From image databases...

grīse loden & bunte tuoche - regionale Stoffe kleiden das Land

Geschrieben in Alltag am 20.09.2016 von Eva-Maria

Wolle und Leinen waren in Tirol ein wichtiges bäuerliches Zinsgut; Urbare (Zinsgüterverzeichnisse) vom 13. bis zum 15. Jahrhundert und anlässlich von Erbschaftsabhandlungen und Verpachtungen aufgenommene Inventare sind voll von diesbezüglichen Hinweisen. (Vielfach wird ein 'pannus lineus' oder ein 'Pannus laneus' erwähnt). Die Schwaighöfe in Enneberg mussten dem Stift Sonnenburg, dem sie gehörten, in den Jahren 1296 bis 1315 die gesamte Wolle von 368 Schafen abliefern. Zentren nicht nur der Woll-, sondern auch der Leinenproduktion waren die Ämter Petersberg (Silz) und Nauders im Oberinntal. A...

Resteverwertung textiler Art - Opus Consutum / what to do with fabric scraps

Geschrieben in Sticken am 14.09.2016 von Eva-Maria

Wie ihr sicherlich bereits wisst, war Stoff im Mittelalter ein kostbares Gut. Die Produktion war mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden (siehe Blog-Serie zur Textilproduktion) und dementsprechend sorgsam wurde mit dem fertigen Stoffballen umgegangen:  Kleidung wurde möglichst sparsam zugeschnitten, bei Bedarf umgenäht und generell bis zum letzten Fetzen verwertet. Auch die Stoffreste, die beim Zuschnitt anfielen, fanden noch ihre Bestimmung. Jene, die zu klein waren, um noch zu etwas vernäht werden zu können aber qualitativ zu gut, um sie dem Lumpensammler zu übergeben, wurden gerne für OPUS...

wo wëberschiffelîn stân nit still - Textilproduktion im mittelalterlichen Tirol

Geschrieben in Alltag am 09.09.2016 von Eva-Maria

Die frühesten Nennungen von Textilhandwerkern in Tirol finden sich im 13. Jahrhundert in den Städten Bozen, Meran, Innsbruck, Brixen und Bruneck, da sich dort durch die entsprechende Nachfrage und durch die regelmäßig stattfindenden Märkte spezialisierte Gewerke entwickeln konnten. Das Herstellen von Textilien und Kleidung erfolgte hier oft durch Frauen in Heimarbeit, wie aus einem Steuerverzeichnis der Bamberger Eigenleute im Vinschgau von 1307 hervorgeht, in dem mehrere Weberinnen genannt sind. Zahlreiche Handwerker lassen sich auch in Bozen nachweisen: Die Stadt bildete mit den seit 1202 n...